Taxonomie

Taxonomie – Die detaillierte Einteilung der Primaten

 

Aus zoologischer Sicht gesehen, zählen die Affen zur Primatenordnung, der auch wir Menschen angehören. Affen sind in Zoos und Tiergärten häufig die Lieblinge zahlreicher Besucher. Das liegt in erster Linie an den Verhaltensweisen der Affen, denn wir erkennen uns in diesen häufig wieder. Ebenso gleichen auch deren Ausdrucksformen unserer Art des Ausdrucks.

 

Trotz der weitgehenden Übereinstimmungen im eigentlichen Körperbau unterscheiden sich die Affen sehr stark voneinander. Dies betrifft nicht nur die Größe und das Aussehen, sondern auch die Verhaltensweisen sowie die Intelligenz. Eines haben sie aber alle gemeinsam – sie fühlen sich in ihren naturbelassenen Lebensräumen immer stärker durch den Menschen eingeengt. Bedauerlicherweise werden die Säugetiere auch noch heute gejagt, sodass einige Arten trotz zahlreicher Schutzmaßnahmen vom Aussterben bedroht sind.

 

Ein Herr mit dem Namen Linné teilte die gesamte Tier- und Pflanzenwelt im Jahre 1758 in unterschiedliche Gruppen ein. Sein Prinzip führte letztendlich zur heutigen gültigen Rangordnung. Hier spricht man auch von einer Hierarchie taxonomischer Kategorien.

 

So sieht die heute gültige Rangordnung aus:

 

  1. Stamm – Chordatiere – Chordata
  2. Unterstamm – Wirbeltiere – Vertebrata
  3. Klasse – Säugetiere – Mammalia
  4. Ordnung oder Ordo – Primaten – Primates
  5. Unterordnung oder Subordo
  6. Infra- bzw. Zwischenordnung auch Infraordo genannt / -iformes
  7. Überfamilie oder Suprafamilia / -oidea
  8. Familie oder Familia / -idae
  9. Gruppe oder Tribus / -ini
  10. Untergruppe oder Subtribus
  11. Gattung oder Genus
  12. Untergattung oder Subgenus
  13. Art oder Species
  14. Unterart oder Subspecies

 

Die Säugetierordnung der Primaten ist sehr breit und bunt gefächert, denn schließlich umfasst sie heute mehr als 200 lebende Arten. Mit dem Aussterben der Dinosaurier begann der faszinierende Auftritt der Primaten. Hierfür wurde die Weltbühne vor rund 70 Millionen Jahren von den Affen betreten. Heute sind die Primaten auf Kontinenten wie Afrika, Südamerika und Asien beheimatet. Die nichtmenschlichen Primaten sind überwiegend in den Tropen zu finden. Vor einiger Zeit lebten sie aber auch in Europa, im mittleren Osten und im Westen der heutigen USA bis hin zur Endspitze Südamerikas. Lediglich in der Antarktis und in Australien konnte man die Primaten nicht antreffen.

 

Vom Primaten-Stammbaum gehen insgesamt drei einzelne Zweige ab – Die Halbaffen, die Neuweltaffen und die Altweltaffen. Die sogenannten Halbaffen stellen eine uneinheitliche Gruppe dar. Sie leben überwiegend auf den Inseln Südostasiens und Madagaskar. Die Neuweltaffen sind vorwiegend in Süd- und Lateinamerika beheimatet. Sie gelten aufgrund ihres breiten Nasenstegs als Breitnasenaffen. Zu guter Letzt kommen wir zu den Altweltaffen, diese sind auf den beiden Kontinenten Afrika und Asien zu Hause. Im Gegensatz zu den Neuweltaffen verfügen die Altweltaffen über einen recht engen Nasensteg. Diesem haben sie auch ihren Namen „Schmalnasenaffen“ zu verdanken.

 

Prinzipiell gilt zu wissen, dass alle Primaten lebend gebärend sind. Des Weiteren stillen die Primaten ihre Affen Jungen mit der Milch aus ihren Brustdrüsen. Aufgrund ihrer vielzähligen Spezialisierungen sind die Primaten innerhalb ihrer Gruppe nur sehr schwer als eigene Einheit einzustufen, denn die generellen Merkmale treffen nicht auf alle Arten zu.

 

Der sogenannte Durchschnittsprimat lässt sich nicht anhand eines einzelnen Merkmales charakterisieren, sondern es bedarf hierfür einen gesamten Katalog.

 

  1. Starke Greifhände und opponierbare Großzehen
  2. Flache Plattnägel
  3. Räumliches Sehen aufgrund der speziellen Augenstellung
  4. Farbiges Sehen
  5. Reduzierter Geruchssinn
  6. Großes Gehirn
  7. Das Gebiss verfügt über unterschiedliche Zahntypen und wird einmal im Leben gewechselt
  8. Fortpflanzung
  9. Keine genaue Spezialisierung

 

Die Taxonomie der Primaten ist in wesentlichen Punkten sehr umstritten. Dies betrifft in erster Linie die Menschenaffen.